13. Juli 2014

Die Frage: Was machst du?

Wann und warum stellt man jemandem diese Frage? Bezogen auf die neuen Medien, also alles was über SMS, WhatsApp, Mail und Facebook möglich ist. Frage ich jemanden diese Frage, den ich über mehrer Monate nicht gesehen habe, tue ich das um zu wissen, ob alles beim Alten geblieben ist oder um zu erfahren, dass sich grundlegenden Dinge geändert haben.

Fragt ich allerdings jemanden diese Frage mit dem ich öfter kommuniziert, erwarte ich nicht eine genaue Aufschlüsselung seiner Tätigkeit. Denn wenn ich genau darüber nachdenke, fragt ich indirekt: Hast du Zeit? Ob es für ein Treffen auf einen Kaffee in der Stadt oder für ein Telefonat ausreicht, schließe ich dann schnell aus der mir gegeben Antwort. Kommt allerdings eine Antwort des Befragten, die all diese Dinge ausschließen, weil er gerade vielbeschäftigt oder in einer anderen Stadt ist, bin ich direkt deprimiert.

Heute habe ich überlegt, mal wieder eine Nachricht mit den Worten Was machst du? abzuschicken. Aber mit welchem Ziel? Zu erfahren, dass derjenige keine Zeit hat, weil etwas anderes wichtiger ist. Warum stelle ich nicht gleich die Frage Mal wieder Lust auf einen Kaffee? oder noch besser Hast du auch so einen entspannten Sonntag wie ich und vielleicht Lust zu telefonieren? Dann wird man zwar auch nicht mit einem erfolgreichen Ergebnis belohnt, man erhält aber eher als Antwort: Heute leider nicht, morgen hätte ich aber Zeit. Und so muss man sich nicht den restlichen Sonntag grämen, dass keiner Zeit für einen hat.

Also werde ich noch mal kurz in mich gehen und eine Frage stellen, die ich wirklich gerne beantwortet haben möchte.

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