28. Februar 2013

Auf geht's an die Nordsee - Teil 2

Von Hamburg ging es dann nach Bremerhaven. Daran Schuld ist eigentlich nur meine Bachelor-Arbeit. Ich möchte gerne über Auswanderung schreiben. Und wo bekommt man mehr Information, als im größten deutschen Auswanderer Haus?

Na unserer Ankunft in Bremerhaven sind wir in unser Hotel eingecheckt und haben uns ganz unspektakulär in die Innenstadt begeben um etwas essbares zu finden und vielleicht noch einen Buchladen.

Aber am nächsten Tag ging es dann endlich los. Wir haben erstmal einen Parkschein für 4 Stunden gelöst. Aber den haben wir so richtig überzogen. Das Museum ist bis jetzt das beste in dem ich war. Obwohl das Fram Museum in Oslo war auch nicht so viel schlechter.

Aber nun mal ein paar Bilder, die meisten hat meine Schwester gemacht. Ich war in der Zwischenzeit auf Informationssuche. Danke das ich die Bilder verwenden darf.


Schon von der Eintrittskarte war ich total begeistert. Und auf dem WC lief anstatt Musik Meeresrauschen. 




Wir kamen in einen Raum in dem uns etwas über Bremerhaven und die damalige Zeit erzählt wurde. Ich bin immer noch total verwundert, dass es Bremerhaven erst seit 1876 gibt.


Dann endlich ging es in den Hafen. Hier waren viele Menschen an der Kaimauer versammelt. Man konnte sich zwischen die Gruppen stellen und ihren Gesprächen lauschen.


Wer fließend Russisch oder andere Osteuropäische Sprachen kann, konnte bestimmt noch etwas mehr verstehen, als ich.


Die Puppen waren sehr liebevoll gestaltet.


Und diese beiden Damen haben mich sehr an meine Schwester und mich erinnert.


In diesem Raum waren auch einige Koffer mit samt Inhalt ausgestellt. Sehr interessant was die Leute so mit genommen haben.


Dann ging es in einen Raum, in dem man alles über die geschichtlichen Hintergründe erfahren konnte. Und verschiedene Männer und Frauen erzählt warum sie ausgewandert sind. Natürlich über die Lautsprecher die überall verteilt waren.


An den vielen Schubladen standen Namen und Jahre von Auswanderern.  Einige Leute fingen hier schon an, nach ihren Verwandten zu suchen. Dabei gab es am Ende der Ausstellung eine Möglichkeit, in einer Datenbank nach seinen Verwandten zu suchen.


Dann ging es über den Pier an Deck des Schiffes. Ich finde den Übergang, vorbei an den Leuten im Hafen auf das Schiff zu gehen sehr schön gemacht. Man dreht sich auf der Treppe automatisch noch mal um. 
 

Es gab 3 verschiedene Bootstypen mit denen man auswandern konnte. Die ersten Auswanderer segelten noch über den Atlantik. Die Segelschiffe wurden dann von den Dampfschiffen abgelöst und dies dann von den riesigen Kreuzfahrtschiffen.
Hier mal ein Einblick in die 3. Klasse der Dampfschiffe.


Und natürlich gab es auch einen Speisesaal. Sich von einem Raum zu nächsten zu schlendern, war gar nicht so leicht. Denn der Fußboden war nicht eben, er war wie auf einem Schiff üblich, ganz schief. Und durch die Bullaugen konnte man auf das bewegte Meer gucken.


Nach der Überfahrt kam man dann auf Ellis Island an. Hier konnte man einen Einbürgerungstest machen.


Das wichtigste war wohl, dass man mehr als 5$ dabei hatte.


Dann kam man in die große Bahnhofshalle des New Yorkers Grand Central Terminal. Von hier aus ging es quer durch Amerika, später sogar bis an die Westküste.

In der Wartehalle konnte man sich an den Fahrkartenschaltern über einige Auswanderer und ihre weitere Geschichte informieren. Es ist sehr interessant was die Menschen aus nichts geschaffen hatten.

Die 734 km unseres Ausflugs haben sich wirklich gelohnt. Und wenn ihr mal auf der A1 unterwegs seid, macht einen Abstecher nach Bremerhaven. Es lohnt sich, allein schon wegen dem Museum.







25. Februar 2013

Sieben Sachen Sonntag #8

Viele Sonntage bin ich mit einem schlechten Gewissen ins Bett gegangen. Ich hatte das Gefühl, den ganzen Tag nur vertrödelt zu haben. Ich hätte doch so viel an einem freien Tag machen können. Aber selbst wenn es so war, ist nicht genau dafür ein Sonntag gedacht?

Als ich dann bei Frau Liebe den 7-Sachen-Sonntag entdeckte und in meinen Blog mit aufnahm, habe ich erst entdeckt wie viel oder wenig ich jeden Sonntag so mache. Und lasse euch nun an meinem heutigen Sonntag teilnehmen.

Bis spät in die Nacht gehäkelt und an den beiden Babyphonen gelauscht. Es blieb aber alles ruhig.


Zum wach werden Madsen auf gelegt und bei dem Song "Mit einem Mopet nach Madrid" vom nächsten Sommer geträumt.


Zu den Lernkarten gegriffen.


Und wieder versucht dabei zu stricken. Aber leider nicht so erfolgreich. Also nur noch gelernt.


Viel zu spät den Hefter bei Seite gepackt. Die erste Leiche war schon längst obduziert und Stedefreund war das letzte Mal neben Inga zu sehen?


Die Yoga-Matte ausgerollt. Nachdem ich den ganzen Tag im Sitzen verbracht hatte fehlte mir wirklich etwas Bewegung.


Die neuen Socken angezogen. Danke Mama! Sie hat ein ganz neues Käppchen ausprobiert, glaube es heißt doppeltes Käppchen. Ich werde es mal testen. Hübsch ist es schon mal. Und nun aber ins Bett. Der Hefter wartet morgen früh wieder.

24. Februar 2013

Sonntagskuchen - American-Pie



Lange Zeit hatte ich nicht das Verlangen einen Pie zu backen. Wahrscheinlich weil American Pie der Lieblingsfilm meiner Schwester und mir war, damals in der Pubertät. Aber vor gut einem Jahr habe ich Cynthia Barcomi in irgendeinem Nachmittagsprogramm gesehen. Cynthia Barcomi kommt ursprünglich aus Amerika und hat einen ganz zauberhaften Dialekt. Als sie meinte, dass den Pie jeder Backen kann, denn die Amerikaner können ja gar nicht Kochen und Backen, wollte ich es auch mal ausprobieren. Und ich kann euch versichern, trotz Mürbeteig-Phobie hat es geklappt. Ich liebe das Rezept, denn man kann ihn füllen wie man möchte.

American-Pie

Für den Teig braucht ihr:
  • 420 g Mehl
  • 1 TL Salz 
  • 2 EL Zucker 
  • 250 g kalte Butter (in Stückchen geschnitten) 
  • 80 g Palmfett oder Schmalz 
  • 150 ml sehr kaltes Wasser 

Und so geht's:

Mehl, Salz und Zucker abmessen und vermischen, dann mit einem Mixer die Butter und das Fett untermischen, bis eine krümelige Masse entsteht. Nur so viel Wasser unterrühren, dass der Teig gerade entsteht, er soll sich nicht verflüssigen.
Wenn der Teig wirklich mürbe und eine splittrige Kruste sein soll, schneidet die Butter und das Fett in kleine Stückchen und stellen beides in den Gefrierschrank, während ihr den Rest der Zutaten vorbereiten.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, in zwei teilen und schnell zu zwei Scheibe pressen, damit die Butter nicht schmilzt. Dann den Teig in jeweils einen Plastikbeutel für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank legen. Eingefroren hält der Teig sich übrigens mehrere Monate. Ich mache es immer so, dass ich den Teig direkt in die Pie-Form gebe. Und alles für etwa 30 Minuten ins Tiefkühlfach stelle, oder eben 2 Stunden in der Kühlschrank. Denn wenn der Teig so hart ist, ist es immer eine Qual ihn in die richtige Form zubringen. Die eine Hälft des Teigs nehmt ihr für den Boden. Aus der anderen webt ihr nachher das Gitternetz. 


Ofen auf 225 Grad vorheizen. Wenn ihr nicht meine Variante gemacht habt, dann rollt ihr nun beide Teile auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus, bis sie zwei bis drei Millimeter dick sind. Legt den einen Teig in die Backform und drückt ihn behutsam an den Seiten an. Für das zweite Stück gibt es dann zwei Möglichkeiten: Entweder ihr nehmen es in der runden Form als Teigdeckel oder ihr schneiden es in zwei Zentimeter breite Streifen – also so lang, wie der Pie in der Form werden wird – und legen damit ein Gitter.

Zutaten für die klassische Pie-Füllung (mit Äpfeln oder Birnen)

  • 4 Äpfel oder 4 Birnen ( Für die Füllung kann man so gut wie alles verwenden. Ich habe für den Pie auf dem Foto 500g Rhabarber genommen.Dann habe ich allerdings den Zimt weggelassen. Man kann aber aus Äpfel und Brombeeren, Pfirsiche und Himbeeren oder was ihr mögt verwenden.) 
  • 1 EL Mehl 
  • 70-100 g Zucker (je nach Säuregehalt der Früchte) 
  • eine Prise gemahlenen Zimt 
Die Früchte müssen geschält und sauber sein, dann kommt erst das Mehl dazu, gefolgt vom Zucker. Zimt ist immer eine Möglichkeit. Wenn ihr Beeren verwenden, nehmen etwas mehr Mehl, etwa vier Esslöffel und bis zu 175 Gramm Zucker – je nach Süße der Früchte. 
Den Pie mit den vorbereiteten Früchten füllen. Je nachdem, für welchen Deckel ihr euch entschieden hat, geht es weiter:
Entweder legt ihr das rundliche Teigstück über die Äpfel, schneidet ab, was überhängt, drückt mit den Fingerspitzen die Teigränder aneinander und schlitzt den Teigdeckel mehrmals dekorativ ein (damit der Dampf beim Backen entweichen kann). Oder ihr „webt“ mit den Teigstreifen eine Gitterkruste über dem Pie. 


Der Pie muss zehn Minuten bei 225 Grad backen. Dann reduziert ihr die Hitze auf 190 Grad und backt ihn rund 45 Minuten weiter. Nach 20 Minuten müsst ihr ihn mit Backpapier, Alufolie oder einem 2. Backblech abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Der Pie ist fertig, wenn er goldbraun ist und die Äpfel (oder was auch immer ihr als Füllung genommen habt) durchgekocht sind. 

23. Februar 2013

Unerschöpflich ist die Liebe #2

Oh, auf diesen Post freue ich mich schon seit 3 Wochen. Heute erzählt uns Nora von a red apple den Beginn ihrer Liebesgeschichte. Ich bewundere ja am meisten, wie lange Felix ausgeharrt hat. Aber nun lass ich lieber Nora berichten. Danke für eure Geschichte liebe Nora! Ich wünsche euch dreien nur das Beste!


Nora & Felix





Liebe ist die Blüte,
um die all das weht,
was lebt und wächst.
(Giles Fletcher)


Ich habe Juli versprochen, unsere Geschichte einmal aufzuschreiben und das mache ich nun nach langen Überlegungen auch.

Ich beginne vor langer, langer Zeit. Obwohl mir dieser Tag immer noch (fast) wie gestern vorkam.

Am 24.03.2007 sind Felix und ich uns das erste mal über den Weg “gelaufen”. Naja, gelaufen ist zu viel gesagt. Wir haben uns in einem der sozialen Netzwerke kennengelernt.
Und das nur (er leugnet das zwar immer), weil er mich beobachtet hat :) Man konnte immer sehen, wer der letzte Besucher der Seite war. Er war es öfters :).

Tatsächlich habe ich dann doch den ersten Schritt gemacht und habe ihn angeschrieben. Böse Nora! Ich war noch in einer Beziehung – aber – wenn man ganz ehrlich ist, lief es zu dieser Zeit nicht sonderlich gut. Trotzdem: Shame on me.

Felix hat zurückgeschrieben…einmal, in der Woche zuerst…dann wurde es öfters. Irgendwann konnte ich die Mails nicht mehr zählen – so viele waren es.

Ich habe mich damals in Sicherheit gewogen, da ich dachte, er würde in der Pfalz wohnen und dann darf man auch ruhig ein wenig online flirten – aber ich lag falsch: verdammt falsch. 
Eines Tages erzählte er mir, er arbeite am Neptunplatz in Köln. Ich würde gerne meinen Gesichtsausdruck heute noch sehen, als ich dass gelesen habe. Man muss dazu sagen, dass die Luftlinie zu meiner Arbeit…naja, vielleicht 100 Meter beträgt.

Tja, was soll ich sagen…die Neugierde war da und die Vernunft weg. Wir haben uns immer besser verstanden, immer mehr geschrieben und irgendwann kam die Frage auf: Sieht man sich mal? Beim einkaufen vielleicht?

Ich hatte oft kalte Füße (und auch immer noch einen Freund) aber eines Tages war es soweit – es war der 25. Juni 2007 – da stand Felix zwischen Paprika und Tomaten vor mir. Ich war baff. Groß!!! Ich hab ihn auf den Fotos kleiner eingeschätzt. Und dann haben wir das erste Mal miteinander geredet. Und total schüchtern waren wir beide. Meine Ohren haben so geklingelt – und zwar die ganze Zeit – dass ich fast nichts , von dem was er erzählte, gehört habe…ich kann mich überhaupt gar nicht mehr daran erinnern :)

Das war der Anfang dieser ganzen Geschichte. Die Skype-Abende wurden länger, die Einkäufe im REWE häufiger und dann…stand Felix Ende des Sommer in der Disko.
 Einfach so. Und hat mich heimgebracht.

Ein paar Male habe ich gehofft, dass diese unerwarteten Treffen sich wiederholen, das war leider aber nur ganz selten der Fall.

Dann, leider, hatten wir ein schwere Zeit Ende Herbst, Anfang Winter: Der Kontakt wurde von mir mehrfach unterbrochen, weil ich das alles mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte und dachte, ich müsse nun unbedingt die Freundin sein, die von mir erwartet wird.

Wie naiv von mir. Eines Tages im Frühling – es war ein Freitag (der 28.03.2008 um genau zu sein), hatte ich in meiner Mailbox auf der Arbeit ein Lied. Es war „Almost Lover“ von A fine frenzy.
Ich hab mich um 09.00h morgens im Bad auf der Arbeit eingesperrt und erstmal 20 Minuten geheult. Das war der erste Kontakt seit 3 Monaten. Und keine Zeile, nichts, nur das Lied.

Am Montag darauf habe ich meinen damaligen Freund verlassen, danach habe ich Felix angerufen.

Seit diesem Tag sehen wir uns jeden Tag.
Ich bin nach 3 Monaten zu ihm gezogen.

Jetzt wohnen wir schon 5 Jahre zusammen.
Es gab sehr, sehr gute Zeiten und sehr, sehr schwere Zeiten in diesen 5 Jahren. Ich hatte eine Krise und auch, wenn wir darüber nie reden, war es ein großes Stück Arbeit, dass wir immer noch zusammen sind.

Rosenmontag vor 2 Jahren hat mir Felix in einer Kneipe beim Schnaps trinken einen Heiratsantrag gemacht. Ich habe darüber noch nie auf meinem Blog geschrieben, denn eigentlich darf man ja nur ein Jahr verlobt sein, bis man heiratet.
Und das haben wir immer noch nicht geschafft.

Wir hatten immer eine andere „Ausrede“. Kein Geld, kein passendes Datum und irgendwie waren wir doch auch so glücklich...oder?

Mein Denken hat sich verändert, als ich Mitte September diesen Jahres einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt.
Felix besteht darauf, dass unser Kind seinen Namen trägt und ich habe nichts dagegen. Nur habe ich nun das Problem, dass ich anders heißen werde als mein Kind. Und das möchte ich gar nicht.

Deshalb werden wir, wenn es dieses mal klappt, entweder im Herbst oder nächstes Jahr im Frühjahr heiraten. Vielleicht kann unser Sohn dann schon laufen und uns die Ringe bringen. Das würde mir wirklich gefallen.

An Tagen wie diesen, an denen ich länger über meine Beziehung nachdenke, da merke ich erst wie viel Glück ich hatte. Eine Beziehung ist nicht immer nur schön und toll und romantisch. Eine Beziehung bedeutet grenzenloses Vertrauen und viel Arbeit. Eine Beziehung bedeutet füreinander da sein.

Wahrscheinlich bin ich die glücklichste werdende Mutter der Welt, denn ich weiß: Ich habe alles richtig gemacht.

Auch wenn unser Sohn nicht geplant war, ist er mehr als erwünscht und wird voller Vorfreude erwartet.
Er ist es das größte Zeichen der größten Liebe, die ich jemals für jemanden empfunden habe.

Durch die Schwangerschaft hat sich unsere Beziehung verändert. Natürlich geht es nun in erster Linie darum, dass ich die Schwangerschaft gut meistere und es dem kleinem Mann in meinem Bauch gut geht. Ich habe oft das Gefühl, dass ich Felix vernachlässige oder wir uns zu wenig Zeit füreinander nehmen und all das wird sich auch wieder einrenken, wenn Baby J. auf der Welt ist und wir eine kleine Familie sind, da bin ich mir ganz sicher.

Ein Freund von mir fragte mich mal, ob wir denn wirklich noch zusammen sein sollten oder ob ich das nur mache, weil man das nach all den Jahren von mir erwartet.

Ich habe über diese Frage lange nachgedacht und immer mal wieder. Wenn ich das heute tue, rege ich mich nur noch über diese Frage auf.

Ich bin mit Felix nicht „aus Gewohnheit“ zusammen. Natürlich ist der erste Zauber, das erste frisch-verliebt-sein nicht mehr so stark wie am ersten Tag aber es ist einem Gefühl gewichen welches viel stärker, viel besser und für mich unverzichtbar ist: Zu Hause sein.

Auch wenn man in der heutigen Zeit nicht weiß, ob man auf immer und ewig mit jemandem zusammenbleibt, so ist mein Gefühl gut.

Ich weiß, dass wir beide um diese Beziehung kämpfen würden, immer und immer wieder.

Denn wer kann bitte auf sein Zu Hause verzichten?

22. Februar 2013

Mein erstes Herz


Ich bin wirklich gespannt auf diesen Freitag. Denn seit der letzten Woche mache ich bei einen Nähkurs mit. Ich bin ehrlich. Ich habe mich dort angemeldet, damit ich ihn in meinem Lebenslauf schreiben kann. Naja und weil ich das mit den Knopflöchern, den Paspeln und den Schnittmustern gerne lernen wollte. Als unsere Kursleiterin fragte wer von uns wie viel Erfahrung hat, antwortete ich: "Ein bisschen."
Dann zeigte sie meiner Banknachbarin und mir wie man Spult. Also den Unterfaden auf die kleine Spule macht. Ich habe das Jahre lang verkehrt gemacht. Tja, als ich dann nachfragte hat sie mich gleich in die Anfängerschublade gesteckt. Ich durfte meine Programme durch üben und ein Herz nähen. Ich habe dann zwei gemacht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich ziemlich unvorbereitet dort aufgetaucht bin. Ich hatte Nesselstoff im Gepäck, meine neu (noch nie ausprobierte) Nähmaschine und drei verschiedene Spulen Garn.
Das Kursprinzip ist ganz einfach. Jeder macht das was er möchte und unsere Kursleiterin gibt uns Hilfestellung. Der Kurs ist sehr gemischt. Die jüngsten sind 12 Jahre alt und die ältesten sind über 50. Es stehen Taschen, Kirschkernkissen und Osterbaumschmuck zur Auswahl. Ach ja und Eulen. So eine Eule würde ich sehr gerne mal probieren, auch wenn unsere Kursleiterin meinte, dass es für mich noch zu schwer ist.


Man konnte sich auch ein Fotoalbum der Kursleiterin ansehen, mit all ihren genähten Projekten. Ich überlege, ob ich auch so eins machen soll, um ihr mein Können zu präsentieren. Aber nachher driftet es in so ein Konkurrenzding ab, was kann sie und was kann ich. Nein das möchte ich nicht. Ich werde heute alles für ein Sitzkissen einpacken. Wobei ich die Teile Zuhause schon zuschneiden werde. Ansonsten müsste ich ja meine Schneidunterlage, das Bügeleisen und Bügelbrett und wer weiß noch alles mitnehmen. Aber sicher ist, dass ich gerne eine Paspel nähen möchte. Vielleicht auch zwei. Wie es geht habe ich mir bei youtube angesehen. Ob das die richtige Art ist einen Nähkurs vorzubereiten glaube ich ja nicht wirklich, aber beim letzten Mal saß ich bestimmt 30 Minuten und wusste nicht was ich machen sollte. Dem wollte ich dieses Mal vorbeugen. Ich bin gespannt und berichte euch bald wieder von meinem Nähkurs bei der Volkshochschule.



20. Februar 2013

Ein Blogplaner für euch #free download

Heute habe ich mal ein kleines Geschenk für euch. Einige von euch wissen ja, dass ich den e-course bei Magnolia mitmache. Was übrigens sehr empfehlenswert ist.

Sie hat zum beispiel eine Lektion über Blog-Plangung geschrieben. Sehr lehrreich. Dort hat sie uns einige Links für Blogplaner gegeben. Aber für mich war der Richtige irgendwie nicht dabei. Nun habe ich mich mal hingesetzt und etwas mit Word und PDF gebastelt. Und das ist dabei herausgekommen.


Ich habe für euch extra drei Seiten erstellt. So könnt ihr wählen ob ihr den Plan in A4, A5 oder A6 ausdruckt, ohne dabei Papier zu verschwenden. Denn ich habe noch nicht gelernt, wie man ein einseitiges PDF-Dokument 2 mal auf eine A4 Seite drucken kann.

Gefällt er euch? Dann könnt ihr ihn gerne herunterladen und für eure eigene Planung verwenden. Die Schrift habe ich übrigens bei http://byjanam.blogspot.com/ gefunden. Das würde ich auch gerne mal machen, meine eigene Schriftart entwerfen. Habt ihr das mal versucht? Ist bestimmt schwer und ohne Grafiktablett nicht machbar.

18. Februar 2013

Auf geht's an die Nordsee - Teil 1

Gut wirklich Nordsee haben wir nicht gesehen, aber unsere Reise ging nach Bremerhaven. Und das liegt bekanntlich an der Nordsee. Der Grund für unsere Reise war und ist meine Bachelor-Arbeit. Aber bevor wir Bremerhaven erkundeten ging es erst mal nach Hamburg. Es lag eh auf dem Weg und ich hatte neulich mal etwas über Fabrikverkauf von Wolle gelesen. Zufällig gibt es auch in Hamburg eine Wollfabrik. Also musste ich da unbedingt hin.
Oh ich kann euch sagen, dass war aufregend. Aber immer langsam.


Die Wollfabrik liegt mitten zwischen einigen anderen Fabriken, ganz bescheiden. Allerdings war innen keine Form von Bescheidenheit mehr zu spüren. Die Auswahl ist der Blanke Wahnsinn.


Hier mal eine Sicht auf die Woll, Kasmir, Mohair und  Co. Spulen. Eine riesen Auswahl in unterschiedlichsten Farben. Aber erst mal ein paar Worte zum Prinzip. Man kann sich seine Wollzusammensetzung aussuchen, also ob mit oder ohne Mohair usw. Wenn man irgendwann seine Farbe gefunden hat, dann muss man sich überlegen mit welcher Nadelstärke man arbeiten möchte. Also zB. ob 4 oder 6 Fäden. Aber wie viele Fäden man für seine Nadelstärke braucht erklären einem kleine Schildchen. 


Die Auswahl an Baumwollgarnen war fast noch mal genauso groß. Hier mal ein halbes Regal. Es gibt insgesamt 2 davon. Und spätestens da war ich total überfordert. Denn ich wollte Wolle für eine Granny Square Decke kaufen. Bei dieser enormen Auswahl empfehle ich jedem eine Liste anzufertigen. Denn ich stand da und wollte am liebsten von jeder Farbe etwas mitnehmen. 


Im Eingangsbereich stehen Einkaufswagen und Körbe. Ich griff ganz bescheiden zu einem Korb. Allerdings griff ich dann doch bald zum Wagen. Denn die Wolle stand ja nicht fertig im Regal. Man sucht sich seine Wolle aus und bringt seine Garnrollen zum Spulen. Dabei benötigt man von jeder Rolle mindestens zwei. Also war der Wagen bald voll. Naja nicht so voll wie der oben, aber für mich hat es gereicht.

Es war sehr interessant beim Spulen zu zusehen. Hier wird gerade mein hellblau und pink gespult. Wie sich eine Granny Square Decke mit nur zwei Farben macht, muss ich erst mal sehen. Ich hätte ja, wie gesagt, viel mehr Farben mitgenommen, aber die Mindestabgabemenge pro Spule ist 200g. Es gibt auch Glitzereffekte die man zu dem Garn dazu spulen lassen kann. Nicht nur in gold und silber, sonder auch in kupfer oder Fransen. Man kann auch mehrere Farben zusammen spulen lassen. Aber ich persönlich mal melierte Wolle nicht so.


Hier mal meine Ausbeute. Die Wolle wird nach Gewicht bezahlt. Dabei fangen die günstigen Garne bei 1,90€ an. Übrigens auch die Baumwollgarne. Ansonsten kann man auch sämtliche Strick- Und Häkelnadeln kaufen. Die größten waren Größe 20.
 
Ich denke das gespulte Garn an einem Stück macht sich besonders gut, wenn man einen Pullover oder ein Decke arbeiten möchte. Denn man muss keine einzelne Knäule mit einander verbinden. Beim nächsten Besuch werde ich dort richtig vorbereitet erscheinen. Ich werde mir Strickmuster oder Häkelanleitung mit Verbrauch, Größe und Nadelstärke heraussuchen. Denn es wäre ja einfach Schade wenn man dann doch zu wenig gekauft hat und dann doch anknüpfen müsste.




Was ihr vielleicht noch wissen solltet. Das Garn wird zwar gespult, aber nicht verdreht. Das bedeutet die einzelnen Fäden liegen einfach nur nebeneinander. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es geht.

Die Gute Nachricht für alle die nicht in der Nähe von Hamburg wohnen: Es gibt einen Online-Shop. Dort habe ich gerade gesehen, dass der Mindestbestellwert bei 50€ liegt. Ob  man dort auch eine Mindestabnahmemenge von 200 g hat, oder mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Vielleicht seit ihr neugierig geworden, dann guckt doch mal auf der Internetseite der Hamburger Wollfabrik vorbei.

Im zweiten Teil verrate ich euch dann warum wir uns auf dem Weg nach Bremerhaven gemacht haben. Und was wir so erlebt haben.

17. Februar 2013

Sieben Sachen Sonntag #7


Viele Sonntage bin ich mit einem schlechten Gewissen ins Bett gegangen. Ich hatte das Gefühl, den ganzen Tag nur vertrödelt zu haben. Ich hätte doch so viel an einem freien Tag machen können. Aber selbst wenn es so war, ist nicht genau dafür ein Sonntag gedacht?

Als ich dann bei Frau Liebe den 7-Sachen-Sonntag entdeckte und in meinen Blog mit aufnahm, habe ich erst entdeckt wie viel oder wenig ich jeden Sonntag so mache. Und lasse euch nun an meinem heutigen Sonntag teilnehmen.



Beim Fenster schließen mit Freude fest gestellt, dass heute ein ganz grauer vernebelter Tag auf mich wartete. Ich mag das Wetter. Wahrscheinlich weil man da den ganzen Tag gemütlich auf dem Sofa verbringen kann. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen.


Den Frühstückstisch abgeräumt.


Und dann ging es direkt an den Schreibtisch. Leider nicht zum Vergnügen. In diesem Semester stehen 4 Klausuren an.


Dann habe ich zur Abwechslung mal einen Abbaupfad für erschöpfbare Ressourcen gezeichnet.


Und die letzten Karteikarten gelernt. Da ich ganz unheimlich schlecht in Stichwörtern auswendig lernen bin, stricke ich dabei jetzt. So gucke ich nicht ständig auf die Lösung und schlafe auch nicht beim lernen ein. 


Dann auf dem Weg zur Oma die Sitzheizung angemacht.


Bei Oma dann etliche Zeitschriften durchgeguckt. Natürlich durfte ich meine Sammlung noch um einige alte Zeitschriften erweitert.

Sonntagskuchen - Saftiger Haselnuss- und Schokoladenkuchen


Ich warne euch vor, dass ist ein extrem süßer Kuchen, aber auch unheimlich lecker. Das Rezept stammt von Leila Lindholm, eine erfolgreiche TV-Köchin in Schweden.
Nun aber das Rezept mal auf deutsch.

Zutaten:

für den Teig:

  • 300 g gemalene Haselnüsse
  • 300 g dunkle Schokolade 70%
  • 1 Esslöffel Kakao
  • 200 g weiche Butter
  • 1 dl (das sind 90 g) Zucker
  • 6 Eier


für das Erdnussbutter Frosting:


  • 1/2 dl (ungefähr 100 g) weiche Erdnussbutter
  • 150 g Puderzucker
  • 4 Esslöffel Kakao
  • 1 Tl Vanillinzucker
  • 100 g Frischkäse
  • 1 Esslöffel warmer Kaffee
  • gehackte Nüsse zur Dekoration


Zubereitung:

Heize den Ofen auf 175°C vor. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß steif. Das brauchen wir später erst. Hacke 200g der Schokolade in grobe Stücken. Verrühre die Haselnüsse, die Schokolade, den Kakao, den Zucker und die Butter cremig. Geben die Eigelb nach und nach unter den Teig. Hebe den Eischnee vorsichtig unter den Schokoladenteig. Fette eine 24 cm Durchmesser Springform (größer ginge auch, dann muss die Backzeit nur angepasst werden). Fülle den Teig in die Form und gebe die übrigen 100g Schokolade, in Stückchen gebrochen, dazu.
Backe den Kuchen ungefähr 30 bis 35 Minuten auf mittlerer Schiene. Probiere mit einem Stäbchen ob der Kuchen fertig ist. Einfach ein Schaschlikspieß aus Holz in den Kuchen pieken  bis zum Boden und raus ziehen. Wenn noch Teig am Stäbchen hängenbleibt, muss er noch einige Minuten im Ofen bleiben. Aber bedenke, dass es auch die flüssige Schokolade sein kann.
Für das Frosting verrühre die Erdnussbutter mit dem Puderzucker, dem Kakao, dem Vanillinzucker und dem Frischkäse cremig. Verteile das Frosting auf dem erkalteten Kuchen und garniere ihn zum Schluss mit den gehackten Nüssen.

Mein Tipp: Ladet viele Freunde ein, denn mehr als ein Stück führt zu leichter bis schwerer Übelkeit. Aber er ist es wert.

14. Februar 2013

Valentinstag - ein Tag zum Danke sagen


Vor genau einer Woche habe ich einen tollen Post bei Anna gelesen. Sie hat sich eine Liste für den heutigen Tag gemacht, "um etwas Liebe an andere weiter zugeben." Ich habe einige Tage vor dem Post mit dem Gedanken gespielt, einigen an diesem Tag eine Valentinskarte zu zuschicken. Aber fand das dann doch sehr erbärmlich. So als Single. Aber etwas Liebe weiter zugeben ist eine viel schönere Idee und eine Perspektive, die ich davor so nicht gesehen habe.


Also gebe auch ich heute etwas von der Liebe ab. Einige von euch werden eine Mail von mir haben, andere eine SMS und einige, die meinen Blog wohl eher nicht lesen, eine Postkarte. Dabei hoffe ich, an alle gedacht zu haben und das ich euch vielleicht eine kleine Freude mit meiner Nachricht machen kann.


In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag.

Liebe Vonni von FloVoCasa, leider konnte ich keine Mail-Adresse von dir finden, so dass ich dir deine Nachricht gerne nachträglich, wenn du sie mir verrätst, nachreichen würde.



Kleines Update nach meinem wohl vermutlichst schönsten Valentinstag. Ich hatte vielleicht nicht ganz so viel Glück wie Jule heute, dafür aber habe ich heute den ganzen Tag über ganz wunderbare Nachrichten bekommen. Um ehrlich zu sein vergesse ich ganz oft, dass hinter so einer Aktion noch mehr steckt, als anderen einfach nur den Tag zu versüßen  Ich habe gar nicht in Erwägung gezogen, dass auch nur einer auf meine Mail antworten würde. Über soviel Einfalt kann ich nur noch mit einem Kopfschütteln reagieren. Ich danke jedem einzelnen von euch für die mindestens genauso liebe Antwort.
Und was lerne ich daraus? Öfter mal Danke sagen tut keinem weh und man bekommt so viel mehr zurück. Da freue ich mich schon auf den nächsten 14. Februar.