9. Mai 2016

Mein Zuhause für die Fremde

Lange begleitet diese Decke mich schon. Ich habe sie in dem Sommer zwischen meinem Bachlor- und Masterstudium genäht. Und seitdem habe ich sie überall mit hingenommen, wo ich mich geborgen und zuhause fühlen wollte.


Ich hatte schon immer den Wunsch eine Patchworkdecke zu nähen. Ich bin viele Male losgezogen und habe Stoffe gekauft. Meistens in Möbelhäusern oder in den Gardinenabteilungen von Baumärkten. Dazu habe ich immer mehr alte Bettwäsche und aussortierte Kleidung gesammelt, um aus all den verschieden Stoffen mal eine große Decke nähen zu können. Oft habe ich angefangen Quadrate auszuschneiden, sie zu bügeln und sie in Kartons zusammeln. Wirklich weit bin ich damit leider nicht gekommen.

Bis ich das Video von Ina von pattydoo gesehen habe. Von der Technik, aus allen Flicken, einen extrem langen Streifen zu nähen, und diesen immer wieder zu vernähen, war ich direkt begeistert. Gut das ich alles nötige dafür bereits zusammen gesammelt hatte. 

Ina näht die Decke aus einer Jelly Roll, was einen die Wahl der zusammenpassenden Stoffe und das zuschneiden erspart, aber mit etwas mehr Zeit auch selbst machen kann. 


Ich habe meinen Stoffvorrat durch geguckt und alle Stoffe die irgendwie weiß waren oder Blumen und Blüten drauf hatten, wurden in 10 cm breite Streifen geschnitten. Bei der Menge, macht es sich besonders gut, wenn man einen Rollschneider verwenden kann. Theoretisch könnte man die Stoffe auch reißen, habe ich für diese Projekt aber nur bei den runden Tischdecken gemacht. Meine "Stoffbänder" sind alle unterschiedlich lang geworden, je nachdem wie viel ich von dem ursprünglichen Stoff hatte. 

Genau wie Ina es erklärt habe ich die einzelnen Stoffbänder zu einem langen Streifen zusammen genäht. Dabei habe ich mich für die Variante mit der schrägen Naht entschieden und von den ursprünglich 10 cm, sind nach der Nahtzugabe von 0.5 cm noch 9 cm sichtbar und insgesamt sind es 16 Bahnen.

Die Decke ist 2.40 Meter mal 1.35 Meter groß geworden. Eigentlich hatte ich mir genau ausgerechnet, wie lang mein Stoffstreifen werden muss, damit ich eine Fläche von 1.40 Meter mal 2.00 Meter bekomme, jedoch muss ich irgendwo ein Denkfehler gehabt haben. Das die Decke nun etwas schmaler und dafür länger geworden ist, stört mich aber keines Wegs.

Für die Füllung habe ich eine einfache Bettdecke, aus dem schwedischen Möbelhaus, genommen, die bekommt ihr schon für weniger als 3€. Und für die Rückseite habe ich die Hälfte eines Bettdeckenbezugs für eine Decke von 1.55 Meter mal 2.40 Meter genommen.


Da meine Rückseite wieder ein ganz neues Muster hatte, habe ich mich dazu entschieden einen weißen Streifen an meine Rückseite anzusetzen und diese dann umzuschlagen und festzunähen. 

Die Decke lässt sich wunderbar in der Waschmaschine bei 40°C waschen und durch ihre Dicke ist sie vielseitig einsetzbar. Im Winter verwende ich sie natürlich als Kuscheldecke, auch zum Sitzen oder Liegen auf dem kalten Fußboden in unserer Wohnung ist sie herrlich. Und dem ein oder anderen über gebliebenem Partygast hat sie ein warmen Schlafplatz auf dem Sofa bereitet.

Bei der einen Decke ist es nicht geblieben. Ich habe auch meiner Schwester eine Decke genäht, in den Farben des union jacks. Und falls ich dazu noch ein Bild finde, kommt das natürlich noch mit hier in den Post.



1 Kommentar:

  1. Sooo schön! Ich bewundere das so und wünschte, ich könnte auch so toll nähen. Ich wollte auch schon immer einmal so eine tolle Patchwork-Decke haben. Gefällt mir sehr. Viele Grüße von Maya

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jedes Feedback :) Danke schon mal.