19. Oktober 2013

Der Gesundmacher schlecht hin ...

... ist Holundersaft. Und da der Frost noch nicht zugeschlagen hat und für dieses Wochenende wundervolles Wetter angesagt ist, kommen meine Tipps noch nicht zu spät.



Erste gelernte Regel war: Erst die Beeren pflücken, wenn auch schon der Steil dunkelrot ist. Also so wie auch der rechten Seite.


Die Dolden mit vielen grünen Beeren bleiben für die Vögel besser am Busch. Ich habe insgesamt zwei 10 Liter Eimer gepflückt.


Dann habe ich den Entsafter vom Dachboden geholt. Um genau zu sein, den Dampfentsafter. Er stammt noch von meiner Oma. Zuerst wird die unterste Etage mit Wasser gefüllt auf eine Kochplatte gestellt. Die mache ich gleich schon an, denn es dauert seine Zeit bis das Wasser kocht und Dampf bildet.


Darüber kommt die Etage in der später der Saft aufgefangen wird.


Dann kommt die Etage in den die Beeren kommen.


Die Dolden werden kurz in einen Eimer mit Wasser getaucht. So wird verhindert, dass auch Spinnen und Käfer mit entsaftet werden.


Bei diesem Schritt scheiden sich die Geister. Es gibt eine Hälfte die Schwört darauf alle Beeren von den Dolden zu pflücken und meine Hälfte. Ich schneide die Beeren so weit unten wie möglich von der Dolde ab.


In diesen Entsafter passen ungefähr ein 5 Liter Eimer Holunderbeeren. 


Noch den Schlauch in  den Entsafter. Eine Flasche drunter und dann nur noch ... 

... den Deckel drauf und warten. Mit meinem älteren Gerät dauert es seine Zeit. Ganze 2 Stunden bis der Wasserdampf die äußere Haut der Beeren zum platzen gebracht hat und der Saft in die untere Etage tropft.



Ich mag besonders die Schlag- und Saure Sahne Falschen zum Abfüllen. Aber Bügelflaschen machen sich genauso gut.


Die Flaschen sollten vorher einmal mit heißem Wasser ausgespült werden. Auch die Deckel sollten kurz in kochendes Wasser gelegt werden. So gelangen keine Keime in die Flaschen und der Saft hält sich länger. Die Flaschen müssen beim Abfüllen nicht mehr heiß sein, da der Saft sehr heiß ist. Einfach die vollen Flaschen verschließen und kurz auf den Kopf drehen.


Von den Beeren ist hinterher nur noch die Hälfte übrig. Auf den Kompost würde ich sie nicht tun, eher in die Mülltonne. Aus 5 Litern Holunderbeeren habe ich ungefähr 2,5 Liter Holundersaft bekommen.


Ich habe den Saft draußen gemacht. Allerdings nur, weil die Klemme für den Schlauch nicht mehr auffindbar ist. So konnte der Saft ungehindert in die Flasche laufen. Und wie ihr sehen könnt, konnte ich nicht immer schnell genug die Flaschen wechseln. Es macht sich in diesem Fall besser, wenn man zu zweit ist. Dann kann einer den Topf nach hinten kippen, so läuft kein weiter Saft mehr nach und der andere kann die Flaschen auswechseln.

Meine Oma hat den Saft schon so gemacht. Ja ganz ohne Zucker. Und er hält sich genauso gut. Denn die Keime überleben diese Prozedur nicht, das Vitamin C wohl schon. 
Wir haben noch Saft von vor 3 Jahren. Und er ist immer noch gut. 

Sobald die Erkältung ihre ersten Vorboten schickt, wird eine Flasche aus dem Vorrat geholt und im Topf erwärmt. Wer es etwas süßer mag, kann noch Honig dazu geben. Fleißig austrinken und gesund bleiben.


Kommentare:

  1. Ich habe früher als Kind mit meiner Mutti oft Holundersaft gemacht, allerdings ohne diese tolle Vorrichtung: einfach Beeren abzupfen, köcheln lassen und hinterher durch ein Tuch drücken. Eine ziemliche Arbeit, ebenso große Sauerei. Aber Holundersaft ist einfach sooo lecker und gesund.
    Lg.

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  2. Toll, dass du ihn selbst machst. Ich habe hier auch noch eine Flasche und hoffe, dass er mir weitere Krankheiten für diesen Winter vom Hals hält....

    Liebste Grüße zu dir :-)

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Ich freue mich über jedes Feedback :) Danke schon mal.