6. Februar 2012

Wundervolles ...

... Winterwetter gibt es auch an der Elbe. Da freut man sich auf jede Minute die man freiwillig draußen in der Natur verbringen kann. So war ich heute mal wieder in unserem kleinen, aber feinem Schlosspark. Nein meine Eltern besitzen kein Schloss, in unserem Dorf steht ein altes Schloss, das älter aus sieht, als es ist.



Wann genau es gebaut wurde, habe ich nicht heraus bekommen. Im Jahr 1780, als das Schloss in den Besitz der Grafen Familie Jagow fiel, brannte es ab und wurde 1782 auf den Mauerresten, in dieses Form, wieder aufgebaut. Bis zum 2. Weltkrieg hat die Familie in diesem Schloss gewohnt. Zu DDR-Zeiten bis einige Jahre nach der Wende wurde das Schloss als Altersheim genutzt. Nun seit 2002 befindet sich ein Wellnesshotel in dem Schloss.


Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie die feinen Damen mit ihren langen Kleider durch den Park und durch das Schloss gewandelt sind.

Von hier.
Wiederum kann man sich sehr gut vorstellen, dass junge Mädchen in dem Park saßen und die Schriften von Goethe und Schiller gelesen haben. Das ganze lässt sich im Sommer besser vorstellen als im Winter.

Der Park besteht aus mehreren, für das damalige Leben, wichtigen Elementen.


Einen Wasserturm. Er hat das Schloss und seinen Hof mit Wasser versorgt.


Einen Eiskellerberg, in dem es im Sommer angenehm kühl ist und der im Winter zum Rodeln einlädt.


Der weiße Turm wurde für einen Ritter errichtet, der darunter begraben liegen soll.


Einem Familienfriedhof, der Familie von Jagow, auf dem bis heute noch die Familie ihre letzte Ruhe findet. (Ich versuche noch mal ein besseres Foto zu machen. Als ich da war wurden gerade die Bäume auf und um den Friedhof gestutzt.)





Und der große Parkteich, auf dem im Sommer die Schwäne brüten und im Winter als Schlittschuhfläche genutzt wird.


Da fällt mir ein Gedicht ein, dass ich in der Grundschule lernen musste.


Wenn es Winter wird
von Christian Morgenstern

Der See hat eine Haut bekommen,
so dass man fast drauf gehen kann,
und kommt ein grosser Fisch geschwommen,
so stösst er mit der Nase an.
Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher - titscher - titscher - dirr...
Heißa, du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen -
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draussen liegen.
Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.
Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen.



Kommentare:

  1. Hallo Juli,

    ich habe vor einiger Zeit ein paar Fragen gestellt, aber leider habe ich bisher nicht so viele Reaktionen erhalten. Jetzt habe ich deinen schönen Blog entdeckt und würde ich gerne "nachnominieren". Hättest du Lust zu antworten?
    http://goldengelchen.blogspot.com/2012/01/11-fragen.html
    Dann änder ich meinen Blogpost ab :)
    Liebe Grüße, Denise

    AntwortenLöschen
  2. Schön, dass du dabei bist. Hier das Update:
    http://goldengelchen.blogspot.com/2012/01/11-fragen.html
    Bei Frage 9 bin ich ja gespannt ;)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jedes Feedback :) Danke schon mal.