6. Dezember 2011

Der große Nachtrag

Als ich gestern so mal meinen Blog betrachtet habe ist mir aufgefallen, dass es für euch ja so aussieht, als würde ich nicht viel machen. Dabei habe ich so viele Fotos gemacht und mir schon einiges überlegt. Na dann kommt nun ein Nachtragpost.

Freitag 02/12/2011

Am Freitag habe ich die Idee von Frau Liebe aufgegriffen. Sie macht ihre Brühe immer selbst. Nachdem ich die Zutatenliste auf meinem Brüheglas gelesen habe, war ich auch überzeugt davon seine Brühe selbst zu machen.


Also habe ich eine ganze Menge Gemüse geputzt. Einen Knollensellerie (ca. 800g), vier Möhren (ca. 500g) und eine etwas dickere Stange Porree. Dazu kamen noch zwei Zwiebeln. Die Möhren und den Sellerie habe ich mit Hilfe der Küchenmaschine klein geraspelt und die anderen Dinge habe ich, wie Frau Liebe, in kleine Stücke geschnitten.


Alles habe ich auf drei Backblech gegeben und im Ofen, mit angelehnter Tür getrocknet. Es dauerter sehr lange bis alles trocken war. Das trockene Gemüse habe ich wieder in Küchenmaschine gegeben und alles zusammen mit Salz ganz klein gemahlen. Für 150g getrocknetes Gemüse habe ich 15g Salz genommen.


Fertig war die Brühe.

Da die Brühe zum Trocknen eine Menge Zeit brauchte habe ich in der Zwischenzeit Apfel-Mango-Mus gekocht.
Das geht ganz leicht und schmeckt super.

Apfel-Mango-Mus

Ich habe das Mus aus zwei reifen Mangos und 4 Äpfeln gekocht. Alles wird abgeschält und in mittelgroße Stücke geschnitten und in eine Topf gegeben. Dazu kommt etwas Wasser, damit das Mus nicht anbrennt. Deckel drauf und kochen lassen. Hin und Wieder umrühren und vielleicht etwas Wasser nachgießen. Nach einer halben Stunde sollte es schon ein schönes Mus sein. Wenn nun noch ein paar hartnäckige Stücke in dem Mus schwimmen bekommt der Pürierstab seinen Auftritt. Danach noch einem kurz kochen und mit Zucker abschmecken. Wenn die Früchte alle richtig reif waren braucht man fast gar keinen Zucker. 


Das Mus kommt nun, noch heiß, in ausgekochte Gläser zum einwecken oder abgekühlt in kleine Plastiktüten zum Einfrieren.

Da nach dem Mus kochen das Gemüse noch keine großen Anstalten machte trocken zu werden fing ich wieder an Gemüse zu putzen. Für das Mittagessen.
Es war Freitag und in Schweden, naja in meiner Nation in Uppsala war es so, gibt es freitags immer Fisch. Da ich nicht ganz so gerne Fisch esse gibt es nicht viele Fischgerichte die mir schmecken. Aber es gibt eins, dass ich liebe.

Fischfilet Italiano

Gut das gibt es auch von Iglo im Supermarkt, aber selbst gemacht ist es viel billiger und man muss es nicht aus einer Aluschale essen.

Man braucht für 2 Personen:

2 Fischfilets
2 Tomaten
1 Paprikaschote (in gelb)
1 Kugel Mozzarella oder anderen Käse
1 Zwiebel

Paniermehl
Basilikum
Knoblauch
Oregano 
Zitronensaft
Öl
Salz und Pfeffer

In eine Auflaufform kommt etwas Öl und dann der Fisch drauf. Der Fisch wird mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt. Nun werden die Tomaten, die Paprika, die Zwiebel und der Knoblauch klein geschnitten und über den Fisch verteilt. Die Kräuter darüber streuen und den Käse in Würfeln darauf geben. Alles mit einer dünnen Schicht Paniermehl bestreuen.
Die Auflaufform bein 180°C in den Ofen geben, bis alles schön knusprig braun ist.


Etwas mehr Gemüse und weniger Fisch, genau wie ich es mag.

Nach dem ganzen Tag  in der Küche und nachdem das Gemüse den Ofen wieder frei gegeben hatte gab es zur Belohnung einen Bratapfel mit Vanilleeis.


Samstag 03/12/2011

Am Samstag hatte ich dann keine Lust mehr auf Küche und habe mich wieder meinem Dreieckstuch gewidmet. Normaler weiser brauche ich nicht so lange für meine Strickarbeiten. Langsam fängt es an mich zu nerven. Als ich dann am frühen Nachmittag festgestellt habe, dass die Musterbeschreibung nicht mehr zu meinem Gestricktem passt habe ich alles ganz weit weg gelegt. Ich habe mich dann lieber dem Geburtstagsgeschenk für meine gewidmet.
Ratet mal was sie zu ihrem 81. Geburtstag bekommen sollte! Na?


Ein altes Spinnrad.


Und ein Paket voll feiner Merinowolle.

Meine Oma war im Sommer auf einem Dorffest und hat dort Frauen beim Spinnen gesehen. Seitdem hat sie uns immer wieder erzählt, dass es immer noch in ihren Fingern kribbelt und sie gerne mal wieder spinnen möchte.
Da haben wir uns überlegt ihr eins zum Geburtstag zu schenken. Ja da wussten wir noch nicht, dass ein neues Rad gerne mal 300€ kostet. Aber wie es der Zufall will, habe ich bei Katrin gelesen, dass sie ihre Sachen meistens bei Ebay Kleinanzeigen findet. Und dort bin auch ich fündig geworden und habe dieses Spinnrad für 40€ gefunden. Da blieb dann noch Geld für die Rohwolle übrig.
Ich habe dann am Samstagnachmittag das Spinnrad wieder in Gang gebracht. Nun warte ich auf den Anruf meiner Oma, dass ich vorbeikommen kann und sie mir zeigt wie man spinnt. Aber große Hoffnung, dass ich das lerne habe ich ja nicht.

Sonntag 04/12/2011

Nun war es endlich so weit. Wir konnten Oma endlich das Spinnrad schenken. Und ich kann vorab schon verraten, sie hat sich gefreut.
Ich hatte mich angeboten einen Kuchen zu backen. Da es schon Nusstorte und Buttercremetorte geben sollte, habe ich mich für einen Käsekuchen entschieden. Denn schon bei dem "großen Aufräumen von Katthult" erklärte Michel, dass der Käsekuchen nicht fehlen darf.
"...Und wenn du jemals in Lönneberga  bei einem Festessen gewesen bist, dann weißt du genauso gut wie die Maduskan, dass dort auf dem Tisch lange Reihen blinkender Kupferschüsslen mit Käsekuchen standen, den die Gäste als Geschenk überreicht hatten - als 'Mitbringsel', wie es in Lönneberge hieß.

Mein Käsekuchenrezept stammt auch aus Schweden. Ich habe es auf einer schwedischen Internetseite gefunden. Leider finde ich diese Seite nicht mehr wieder. Aber ich werde euch das Rezept dann einfach hier verraten.

schwedischer Käsekuchen oder auf schwedisch ostkaka

Zutaten:

für den Boden:

125g weiche Butter
75g   Zucker
1       Ei
250g Mehl
1 Tl. Backpulver

für die Füllung:

50g   Butter
3       Eier
750g Quark
1/2 l  Saure Sahne
175g Zucker
60g   Stärke
1 Tl. Backpulver

Zubereitung:

Den Boden kneten und in eine gefettete Springform geben. Den Teig am Rand etwas hochziehen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Füllung anrühren und nach belieben noch 100g Rosinen dazu geben. Die Füllung auf den Boden gießen und bei 180°C Ober- und Unterhitze 60 Minuten lang backen.


Aber ich habe am Sonntag Vormittag nicht nur Käsekuchen gebacken, sondern ich habe auch einen Herrnhuter Stern zusammen geklebt. 

Denn es gibt jetzt auch kleine Sterne aus Plastik als Bastelset zu kaufen.


In der kleinen Schlachte ist alles was man braucht, sogar der Kleber.

Und dann wird alles zusammen geklebt und einfach ins Fenster gehängt oder woanders hin.
Ich wollte euch hier nun eigentlich einen Link reinstellen, wo ihr diesen tollen Stern kaufen könnt. Aber leider sind die Sterne dieses Jahr wieder alles ausverkauft. Vielleicht habt ihr ja Glückt und könnt den Stern woanders kaufen.

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