6. Januar 2013

Elektronische Schatzsuche

Gestern habe ich bei Frau Börd den Post übers Geocaching gelesen und mir fest vorgenommen es endlich auszuprobieren.

Ich möchte allen professionellen Geocachern raten ab hier nicht mehr weiter zu lesen, denn ich schreibe über meine allererste Erfahrung und bestimmt habe ich alles verkehrt gemacht, was nur ging. Also freut euch lieber über die nächsten Post und lasst diesen sein.

Geocaching beschrieb eine Ferienaktion, hier im Dorf mal mit "elektronische Schatzsuche mit Hilfe von Satelliten". Das ist bestimmt schon 10 Jahre her.

Ich kann mich immer sehr schwer aufraffen raus und an die frische Luft zu gehen, wenn nicht ein bestimmter Sinn dahinter steckt. Aber wenn ich ein Ziel habe, dann bin ich sehr gerne draußen.

Geocaching ist quasi ein Anlass für den ich mich auch bei Kälte dick anziehe und raus gehe. Naja, ab heute.

Aber erst Mal langsam. Gestern nach dem ich den Post gelesen habe, loggte ich mich bei geochaching.com ein. Und siehe da, in meiner Umgebung gab es einige Cachs zu finden.

Im App-Store gibt es für mein Smartphone eine kostenlose App mit Zielführung (einem Kompass, der die Richtung angibt). Und das tollste ist, mit einem Klick kann man sein Blitzlicht in eine Taschenlampe umwandeln. Erst dachte ich, hm klar, sowas macht man doch wohl nicht im Dunkeln. Aber ich habe gelesen, dass es genau so etwas gibt - Nachtwanderungen mit Geocaching.


Also habe ich mir gestern einige "Adressen" aufgeschrieben und wusste ungefähr wo ich suchen muss. Heute schnappte ich mir einen Stift, mein Handy und mein Rad und machte mich auf den Weg.

Heute war ein grauer Wintertag. Den ganzen Tag über musste man das Licht einschalten, denn es gab nur wenig Tageslicht mit Sprühregen. Das perfekte Wetter, denn es waren kaum Leute unterwegs. Der erste Cach war auf einem Privatfriedhof, ganz aufwendig, aber einfach versteckt.







Der Stein auf der Mauer kam mir etwas komisch vor, aber wie sollte darunter etwas sein. Nicht darunter, sondern darin. Eine tolle Idee.



In der Filmdose befand sich das Logbuch. Dort musste man seinen Usernamen, Datum und Uhrzeit eingetragen. Und alles wieder schön verstecken.


Cach zwei war direkt an der Elbe versteckt. In einem vom Blitz zerschlagenen Baum.



Trotz des Blitzschlags trägt der halbe Baum im Sommer noch Blätter. Und der Cash war außerordentlich gut versteckt.




Hier kam dann auch tatsächlich die Taschenlampenfunktion zum Einsatz. Denn es brach die Dunkelheit ein und im Baum konnte man fast nichts mehr sehen.


Aber nach etwa 20 Minuten habe ich auch die zweite Filmdose gefunden. Diese hatte die Aufschrift, dass es sich bei dieser Dose um ein internationales Spiel handelt und bitte wieder dorthin zurück gelegt werden soll.


 Auch hier noch schnell Name, Datum und Uhrzeit eingetragen und dann ging es zum Sonntagskaffee wieder zurück. Die blaue Stunde hatte bereist begonnen und ich war mehr als froh, dass das Licht an meinem Rad ging.





















Nun muss ich nur noch auf der Internetseite registrieren, dass ich dort war.
Eine schöne Sache muss ich sagen. Man ist draußen und sieht Gegenden, an denen man nicht von allein hin gegangen wäre. Spannender stelle ich mir das Geocaching in einer Stadt vor. Obwohl es bestimmt seltsam ist, wenn man an öffentlichen Plätzen wie ein Irrer nach etwas sucht und nichts findet. Oh da muss ich gleich mal gucken.

Kommentare:

  1. Ha, wie lustig, ich habe gestern meinen ersten Nachtcachce gemacht :-) Der Bruder meines Freundes ist total geocachingverrückt und hat schon über 1000 Caches gemacht. So sind wir gestern Abend um 19 Uhr zu sechst losgezogen und sind mit Taschenlampen bewaffnet vier (!) Stunden lang durch den Wald gelaufen. Im Endeffekt war das ein kompletter Cache (also ein Multi), es waren 10 Stationen mit vielen tollen Verstecken und Rätseln. Und das Ganze in eine Harry Potter Story eingebettet. Zwischendurch war es ganz schön schwierig, die Dosen zu finden (zumal es ja stockfinstern war) oder dann die Rätsel zu lösen. War schon echt cool, aber nur zu zweit wär es vermutlich ganz schön gruselig gewesen ;-)
    Ich finde es echt erstaunlich, was die Leute sich da alles einfallen lassen!
    Liebe Grüße und viel Spaß weiterhin beim Cachen!
    Goldengelchen

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    1. Oh sowas möchte ich auch mal machen. Was sind das so für Rätsel? Hier habe ich leider noch keinen Multi gefunden. Kann ich sowas selbst machen? Obwohl das eher etwas langweilig ist oder?

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  2. auf jeden fall super beschrieben, für einen völlig ahnungslosen wie mich! ;) ich dachte nämlich immer, man findet da etwas, was man dann behalten kann oder dann irgendwo anders verstecken muss. schönes fahrrad btw!

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    1. Danke für die Blumen ;) Ich mag das Fahrrad auch sehr gerne. Mein anderes hat Gangschaltung und macht damit was es will, da bin ich auf das ältere Model umgestiegen.

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Ich freue mich über jedes Feedback :) Danke schon mal.